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Postkarte anlässlich des Weltalzheimertags 21.9.2010 in Biberach
Postkarte anlässlich des Weltalzheimertags 21.9.2010 in Biberach

Jedes Jahr 40.000 Menschen mit Demenz mehr in Deutschland:

In Deutschland leben gegenwärtig etwa 1,6 Millionen Demenzkranke; zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jahr für Jahr treten mehr als 300.000 Neuerkrankungen auf. Sofern kein deutlicher Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, wird sich die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf rund 3 Millionen erhöhen. Dies entspricht einem mittleren Anstieg der Zahl der Erkrankten um 40.000 pro Jahr oder um mehr als 100 pro Tag. Die Zahl der früh, d. h. vor dem 65. Lebensjahr Erkrankten beträgt etwa 20.000;

in der Bevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit gibt es etwas mehr als 40.000 Erkrankte (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft, 2016). 

Studien (z.B. FINGER-Studie, 2015) zeigen jedoch immer wieder auch, dass Präventions- und Behandlungs-programme mit gesunder Ernährung, regelmäßiger körperlicher Betätigung, kognitivem Training und der Behandlung von vaskulären Risikofaktoren entscheidend dazu beitragen, die kognitiven Funktionen bei einer Demenz länger zu erhalten und den geistigen Abbau dementsprechend um Jahre hinauszuzögern.

 

Im Landkreis Biberach sind es derzeit etwa 2.500 Menschen, 2030 werden es geschätzt 3.500 sein, die betroffen sind. Betroffen sind jedoch ganz unmittelbar auch und in besonderer Weise die Angehörigen und Sorgetragenden.

 

Erste Kennzeichen einer Demenz sind oft ziemlich unspezifisch, können z.B. sein:

  • Häufiger Vergessen zurückliegenden Ereignisse
  • Schwierigkeit, sich in unbekannter Umgebung zurecht zu finden (z.B. Urlaub, großes Kaufhaus)
  • Probleme bei der Ausführung gewohnter Tätigkeiten (z.B. Kaffee kochen)
  • Nachlassendes Interesse an Freizeitaktivitäten, Arbeit
  • Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
  • Verharmlosen und Verleugnen von Defiziten der Hirnleistung

Erste Anlaufstelle bei der Abklärung, ob eine Demenz vorliegt, ist der Hausarzt, er kennt den (älteren) Patienten oft über lange Jahre und kann Veränderungen im Verhalten einschätzen und eine allgemein-medizinische Untersuchung durchführen. Zur genauen diagnostischen Abklärung empfiehlt sich die Überweisung zum Facharzt (Neurologe, Gerontopsychiater) oder zu einer Gedächtnisambulanz (z.B. Ulm), vor allem dann, wenn Sie einem jüngeren Jahrgang angehören oder auch noch berufstätig sind. Es ist dann wichtig, so früh wie möglich sich dort vorzustellen. Es liegt möglicherweise eine Erkrankung zugrunde, deren Fortschreiten aufgehalten werden kann.

Wenn die Diagnose Demenz lautet: Finden Sie als Betroffener oder Angehöriger den Mut, sich dieser Krankheit zustellen und offen damit umzugehen. Nutzen Sie Kurse, Fachtag Demenz, Beratungsgespräche, vorhandene Angehörigen-/Selbsthilfe-Gruppen sowie Aktivierungs- und Entlastungsangebote.

Im Netzwerk Demenz Landkreis Biberach haben sich hauptberuflich tätige Fachleute und ehrenamtlich Aktive zusammen geschlossen. Das Netzwerk ist 2004 als Arbeitskreis im Rahmen des Netzwerks Ehrenamt  entstanden.  

Es arbeiten mit:

Die Beteiligten wollen im Einzelnen:

  • für das Thema Demenz sensibilisieren
  • über das Thema Demenz und über Hilfen regelmäßig informieren
  • den Austausch Betroffener, Helfer und Fachkräfte organisieren
  • die Zusammenarbeit in der Versorgung dementiell Erkrankter fördern
  • fachliche und zukunftsweisende Impulse zur Verbesserung der Versorgung geben
  • gemeinsame Fortbildungsangebote organisieren
  • Schwellen bei der Angebotsnutzung abbauen
  • Wege zu demenzfreundlichen Kommunen beschreiten

aus dem Netzwerk Demenz heraus ist 2015 der Impuls zur Gründung der Stiftung: "Für ein besseres Leben mit Demenz im Landkreis Biberach" gegeben worden.  

Download
Statut Netzwerk Demenz, 2009
Statut+NW+Demenz 2009.pdf
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